Kompetenzkartierung vs. Kompetenzmanagement: Was ist der Unterschied?
Eine Kompetenzkartierung listet einzelne Fähigkeiten zu einem Zeitpunkt auf. Kompetenzmanagement ist ein kontinuierlicher Prozess, der Erkennung, Entwicklung, Bewertung und Nutzung von Kompetenzen umfasst. Eine Kartierung kann Teil des Prozesses sein, sagt aber allein nie, ob sich etwas verbessert.
Kompetenzkartierung: eine Momentaufnahme von Einzelpersonen
Eine Kompetenzkartierung beantwortet die Frage "welche Fähigkeiten haben wir gerade jetzt?" Sie erfasst einzelne Fähigkeiten zu einem bestimmten Zeitpunkt: wer kann was und auf welchem Niveau. Eine Kartierung ist nützlich für die Ressourcenplanung und das Erkennen von Rekrutierungsbedarf, veraltet aber schnell und sagt nichts darüber aus, wie die Organisation Kompetenz steuert.
Kompetenzmanagement: ein Prozess, kein Projekt
Kompetenzmanagement beantwortet die Frage "wie stellen wir sicher, dass wir die Kompetenzen haben, die unsere Strategie erfordert, auch in Zukunft?" Es ist ein kontinuierlicher Prozess, der Strategieverknüpfung, das Erkennen von Kompetenzbedarfen, Entwicklung, Bewertung, Nutzung und die unterstützenden Ressourcen umfasst. Die Qualität des Prozesses wird als Reife bewertet: wie etabliert, einheitlich und wirksam die Praktiken sind.
Der Unterschied in der Praxis
- Gegenstand: die Kartierung bewertet einzelne Fähigkeiten; die Messung des Kompetenzmanagements bewertet organisationale Prozesse.
- Zeithorizont: die Kartierung ist eine Momentaufnahme; die Prozessverfolgung erzeugt einen Trend.
- Ergebnis: die Kartierung liefert eine Fähigkeitenliste; die Prozessverfolgung sagt Ihnen, welche Entwicklungsinvestitionen wirken und wo die Sichtweisen von Führung und Mitarbeitenden auseinandergehen.
Wenn Ihre Organisation Kartierungen durchführt, aber niemand sagen kann, welche Entwicklungsinitiative Veränderung bewirkt, ist der nächste Schritt die kontinuierliche Prozessverfolgung. Testen Sie MaturityHR kostenlos.